Geschichte – Die Anfänge

 
 
Die Anfänge
Die Anfänge des Museums für Wissenschaft gehen zurück auf alte Sammlungen prominenter Persönlichkeiten aus dem Trentino, die Ende des 18. Jahrhunderts dem kunsthistorischen Museum der Stadt vermacht wurden.

Ende des 19. Jahrhunderts waren diese naturhistorischen Sammlungen im Palazzo Thun, dem heutigen Rathaus, aufbewahrt. Im Jahr 1922 wurde das städtische Museum für Naturgeschichte von Trient gegründet, und zwar im obersten Geschoß des Palazzo in Via Verdi, wo sich heute die Fakultät für Soziologie der Universität Trient befindet.


Die Eröffnung des von der Autonomen Provinz Trient verwalteten Naturwissenschaftlichen Museums fand 1964 statt. Ab 1982 siedelte das Museum in den historischen Palazzo Sardagna in Via Calepina über.
 
Die Neunzigerjahre
Im Jahr 1992 zog die Ausstellung „Dinosaurs, die Welt der Dinosaurier“ in nur zwei Monaten über 50’000 Besucher aus ganz Italien an. Die Neunzigerjahre gaben damit eine neue Richtung für Produktionen und interaktive Ausstellungen im Stil moderner Science Center vor und verlangten nach einer neuen Generation von Wissenschaftlern, die erfolgreich Finanzmittel der Europäischen Union auf dem Gebiet der Umweltforschung einzusetzen vermochten.

Die neue Rolle des Museums mit Forschungssektor kam 1997 mit der Ausstellung „Das Museum erforscht die Alpen“ zum Tragen. Im Jahr 2000 setzte sich mit der Ausstellung „Die Sintflut“ endgültig eine Museumskonzeption durch, die auch Interaktion und Experimentieren sowie ein solides museumspädagogisches Programm umfasst.
 
Le sedi territoriali
In dieser Phase weitete sich das Museum aus und gliederte externe Museumsstandorte ein, die zwar an den Sitz in Trient gebunden sind, aber außerhalb Trients, an Orten von großem naturwissenschaftlichem und touristischem Interesse, liegen.

Darunter sind zum Beispiel der historische botanische Alpengarten, unweit davon entfernt die Sternwarte „Terrazza delle Stelle“, das Pfahlbaumuseum am Ledro-See, das Luftfahrtmuseum Gianni Caproni, das Geologische Museum der Dolomiten in Predazzo sowie die Limnologische Forschungsstation am Tovel-See.
 
Das Projekt MUSE
Die zunehmenden Aktivitäten an unterschiedlichen Orten, zusammen mit vermehrten temporären Ausstellungen, führten unweigerlich zu einem Gedränge zwischen Ausstellungen, Installationen und Publikum. Die Monate unmittelbar nach der Jahrtausendwende waren deshalb durch eine Krisensituation aufgrund von Platzmangel und Orientierungslosigkeit gekennzeichnet. Die Zeit war reif für das Projekt MUSE.

Im Auftrag des Dienstes für kulturelle Aktivitäten der Autonomen Provinz Trient (und ab 2005 des nachfolgenden Kulturplans) wurde nun eine “Machbarkeitsstudie für das neue Museum für Wissenschaft im Trentino” in Auftrag gegeben und in den Jahren 2002 und 2003 durchgeführt. An der Erarbeitung dieser Studie nahmen mehr als 50 qualifizierte nationale und internationale Experten teil, und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger wirkten an der Definition der Inhalte mit, indem sie in Fokusgruppen ihren Wünschen und Erwartungen Ausdruck verliehen.

Mit der Beschlussfassung durch den Provinzrat 2006 wurde aus dem Kulturplan ein architektonisches Projekt: Renzo Piano erhielt den Auftrag, ein Museumsgebäude zu entwerfen, und übernahm die künstlerische Leitung für die Innenarchitektur. Das neue MUSE – Museum für Wissenschaft wurde am 27. Juli 2013 im Stadtviertel Le Albere als Teil einer urbanistischen städtebaulichen Erschließung eröffnet.

 
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