+3 | Alpine Natur

 
 
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Das Leben in den Alpen und seine Einzigartigkeit
In wenigen Kilometern gelangt man von den schneebedeckten Wiesen Nordeuropas zu den submediterranen Küsten der Toskana: über die Alpen. Insbesondere das Trentino ist ein vertikales Mosaik an unterschiedlichen Lebensräumen, von Pflanzen- und Tierarten bewohnt, die sich ihrer Umgebung perfekt angepasst haben und dadurch einzigartig sind.
Die Galerie „Im Labyrinth der alpinen Biodiversität“ ist ein imaginärer Wanderpfad, der durch aufeinanderfolgende, aber sich auch überschneidende Lebensräume führt. Insgesamt sind es 26 Lebensräume und zwei Aquarien.
Der Parcours will authentische Emotionen beim Besucher wecken, wie sie durch ein Naturerlebnis ausgelöst werden: wenn er beispielsweise auf ein Wildtier trifft, wenn er dessen Ruf hört, wenn er Zeuge einer Jagd oder eines Balzrituals wird. Jeder Lebensraum wird auf intuitive und kommunikative Weise eingeführt; ganz traditionell mit ausgestopften Tiere, die in lebensechten Körperhaltungen ausgestellt sind, oder anhand virtueller, interaktiver Technologien.
 
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Anpassungen und Überlebensstrategien
Die großen Temperaturunterschiede, die den Jahreszeitenwechsel in den Alpen kennzeichnen, machen das Leben zu bestimmten Zeiten des Jahres vor allem für Pflanzen und Tiere schwierig. Sie haben deshalb vielfältige Überlebensstrategien und Anpassungen und auch einige erstaunliche Lösungen entwickelt, um die günstigen Zeiten bestmöglich zu nutzen.
Die jahreszeitlichen Schwankungen im alpinen Lebensraum sind denn auch das Bindeglied zwischen den Schautischen, die der Migration, Blüte und Bestäubung, dem Leben im Wasser und der Thermoregulierung gewidmet sind. Mithilfe ausgestopfter Tiere und Nachbildungen, Dokumentarfilmen und Video Diary, interaktiven Objekten und multimedialen Spielen können die Besucher das Thema Anpassungs- und Überlebensstrategien in den sich ständig verändernden Lebensräumen vertiefen und die ihnen zugrunde liegenden physikalischen Phänomene begreifen.
Die Galerie besteht aus vier thematischen Einheiten.

Vögel:
Anpassung an Flug und Migration.
 
Alpenpflanzen:
ein kurzer Sommer für Blüte und Samenproduktion.
 
Seen und Bäche:
wie sich das Leben aquatischer Mikroorganismen mit den Jahreszeiten verändert.
 
Landwirbeltiere:
wie man bei niedrigen Temperaturen im Hochgebirge überlebt.
 
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Mit den Sinnen erforschen
Die Galerie „Entdecke den Wald“ ist auf den Wissensdurst und die Entdeckerfreude von Kindern zugeschnitten. Der Bereich wurde eigens für Kinder (4-9 Jahre) konzipiert. Hier können sie allein, mit den Eltern oder mithilfe eines Museumsangestellten auf Entdeckungsreise gehen, ihre natürliche Umgebung erkunden, und dabei alle ihre Sinne einsetzen. Die einladende Atmosphäre im Raum weckt die kindliche Neugier und erleichtert den Erstkontakt mit der „Wissenschaft“.
Die Ausstellungsstücke sind zum Teil miteinander verbunden, wie zum Beispiel das interaktive und multimediale „Beutefang-Spiel“ (bei dem die Kinder zu Jägern oder Gejagten werden und herausfinden müssen, welche Nahrung sie erbeuten können und wie sie das am besten tun). Die Kinder können verschiedene Naturgegenstände im Original und als Replikate, Messinstrumente und Plüschtiere betasten und betrachten, aber auch Töne produzieren, Gerüche schnuppern, Lichter verändern und sogar eine Reihe von Tierkostümen anziehen, die das symbolische Spiel und die Simulation anregen. „Entdecke den Wald!“ ist ein „Erlebnisraum“, reich an Eindrücken, Naturobjekten und Erfahrungen, die ausprobiert und erlebt werden können.