+1 | | Von den ersten Menschen in den Alpen bis zur globalen Zukunft

 
 
piano primo
 
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In die Vergangenheit abtauchen
Über eine spiralförmige Struktur betritt der Besucher eine vorgeschichtliche Welt. Die Vitrinen zeigen eine Reihe bedeutender lokaler Fundstücke, die im Museum für Wissenschaft aufbewahrt sind. Sie veranschaulichen die Hauptphasen der kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung der Alpen: die Präsenz des Neandertalers in den Gebirgsmassiven der südlichen Alpentäler während der wärmeren Phasen der letzten Eiszeit im Mittelpaläolithikum, das Auftreten des Homo sapiens am Ende der letzten großen Eiszeit im Jungpaläolithikum und seine Verbreitung in den alpinen Tälern während der Mittelsteinzeit, das Auftreten von Landwirtschaft und Viehzucht in der Jungsteinzeit sowie die großen technologischen Innovationen der frühgeschichtlichen Metallverarbeitung.
Multimediale Instrumente bieten weiterführende Informationen zu den ausgestellten Fundstücken. Reproduktionen menschlicher Figuren bei alltäglichen Arbeiten bereichern den Ausstellungsparcours und führen den Besucher in einen Video-Raum, wo der Besucher sich selbst in die Urzeit zurückversetzen kann. Zwei Aquarien reproduzieren Seen im archäologischen Kontext; eine Fundstätte im Hochgebirge im ersten und ein Pfahlbaudorf im zweiten Fall.
 
Time machine
‪Eine aufregende Zeitreise erlaubt den Besuchern, das Leben ihrer prähistorischen Vorfahren zu erkunden: vom jagenden Neandertaler bis zum Schamanen im “Riparo Dalmeri”, Treibjagden im Hochgebirge und die Lehmverarbeitung, das Leben in Pfahlbauhütten und kultische Scheiterhaufen der frühgeschichtlichen Epoche.
 
Bemalte Steine
Bemalte Steine ​​im „Riparo Dalmeri“: Mehr als 200 mit Ockerfarbe bemalte Steine, auf denen Steinböcke, Wisente, Pflanzen und menschliche Figuren zu sehen sind, legen ein einzigartiges Zeugnis der Spiritualität der vorgeschichtlichen Jäger ab, die die Alpentäler bevölkert haben.
 
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Wissenschaftsmuseen sind Orte der Forschung und Dokumentation; die Kollektionen sind das Ergebnis von Sammlertätigkeit und Studien, die im Rahmen spezifischer Forschungsprojekte durchgeführt werden.
Sie sind das materielle Zeugnis verschiedener natürlicher Lebensräume, fossiler Ablagerungen, Mineralvorkommen, der menschlichen Tätigkeit. All dies zu erforschen erlaubt uns, den Zustand der Umwelt zu ermitteln, das Vergangene zu dokumentieren, Material zu liefern für Prognosemodelle. Zusammen mit den Datenarchiven aus dem Monitoring und der Forschung bilden die Sammlungen den Angelpunkt für die Erforschung des Territoriums und die Entwicklung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse.
Die MUSE-Forschungslabors und die davor aufgestellten Vitrinen laden die Besucher ein, sich mit den wissenschaftlichen Aktivitäten des Museums auseinanderzusetzen und Aspekte kennenzulernen, die in der Regel nur dem Fachpersonal vorbehalten sind.
 
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Die Forschungslabors
Die vier Forschungslabors sind dem Studium der Fauna (Wirbeltiere und Wirbellose), Botanik, Limnologie, Geologie, Paläontologie und Urgeschichte gewidmet.
Die Glaswände fördern eine Einbeziehung der Besucher in die tägliche Arbeit der Museumswissenschaftler bei ihrer Forschungstätigkeit.
Das Publikum kann an regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen mit den Forschern interagieren, die wissenschaftlichen Aktivitäten des Museums kennenlernen und hinter die Kulissen der Forschungstätigkeit blicken.
 
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Die Vitrinen
Vor den Forschungslabors stehen zwanzig Vitrinen mit hundert Schubladen, die prähistorische, geologische, biologische und paläontologische Fundstücke enthalten. Das Publikum kann sie von nahem anschauen und damit die kulturelle und wissenschaftliche Bedeutung der Exponate erfassen und lernen, natürliche Objekte von Artefakten zu unterscheiden.
 
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Ein umweltgerechter Mensch
Die offensichtlichen Veränderungen des Gleichgewichts im Boden, in den Meeren, in der Atmosphäre und in den biogeochemischen Kreisläufen sowie die übermäßig hohe Verlustrate der Artenvielfalt durch anthropischen Druck beeinflussen die Stabilität des Systems Erde. Die innere Wechselbeziehung und erhöhte Komplexität der natürlichen Systeme macht jede Vorhersage schwierig.
Dem Versuch, diese komplexen Sachverhalte verständlich zu machen, ist das Herzstück dieses Raums gewidmet: eine interaktive Kugel führt dem Besucher auf intuitive und faszinierende Weise Daten komplexer Umweltsysteme vor, während um ihn herum die Themen Wirtschaft, Gesellschaft und Technologie behandelt werden. So nimmt er teil an der Suche nach einem Paradigma, das der Grenzkultur und Komplexität gleichermaßen gerecht wird.
 
Interaktive Kugel
Die Forscher der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) haben eine Software entwickelt, mit der das System Erde den Zuschauern jeden Alters nahegebracht werden kann. Auf einer großen Kugel sind Videos unseres Planeten in Echtzeit zu sehen und wechseln sich ab mit animierten Bildern atmosphärischer Stürme, Folgen des Klimawandels, Bewegungen der Kontinente und vielem mehr.
Die Kugelform des Bildschirms, auf den die Videos projiziert werden, ermöglicht eine optische Visualisierung der Dynamiken natürlicher globaler Prozesse.
 
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Forschungszentren und Unternehmen, die lokal, aber auch international tätig sind, können ihre Erfahrungen austauschen und mit den Besuchern in den Dialog treten. Im FabLab kann jedermann Hauptdarsteller einer innovativen Technologie sein: nämlich seiner eigenen. Hier kann man technologische Objekte in 3D planen und ausdrucken und so den eigenen Erfindungen Gestalt verleihen. Man kann aber auch Erfindungen aus Amerika oder China herunterladen und in 3D ausdrucken. Das Konzept Open Source weitet sich damit aus und umfasst nicht nur Software,
 
  • Stampante 3D
     
3D-Drucker
Stellen Sie sich eine Zukunft vor, in der Sie Gegenstände nach Wunsch selber produzieren. Diese Zukunftsvision ist gar nicht so weit von der Realität entfernt. Dank FabLab, der digitalen Werkstatt, können Sie Objekte zeichnen, aus dem Internet herunterladen, bearbeiten und in 3D ausdrucken, um sie zu realisieren.